Worum geht es?
KLARpsy-Texte bereiten Forschungsergebnisse aus der Psychologie für die Öffentlichkeit auf. Der KLARpsy-Text fasst die Übersichtsarbeit mit dem Titel A systematic review and meta-analysis of the association between sense of school belonging and externalizing behavior problems zusammen. Der KLARpsy-Text wurde von Naska Goagoses und Mitarbeitenden des Leibniz-Instituts für Psychologie gemeinsam verfasst. Diese Übersichtsarbeit beinhaltet eine Metaanalyse. Die Übersichtsarbeit wurde 2026 veröffentlicht. Sie stammt von Naska Goagoses und drei weiteren Forschenden von der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.
Was war das Ziel der Übersichtsarbeit?
Hintergrund:
Kinder und Jugendliche verbringen viel Zeit in der Schule. Wenn sie in der Schule von anderen akzeptiert und anerkannt werden, fühlen sie sich mit ihrer Schule verbunden. Eine besondere Rolle spielen dabei die Wertschätzung und der Respekt von Erwachsenen, also von Lehrkräften und Betreuungspersonal. Wenn sich Schülerinnen und Schüler mit ihrer Schule verbunden fühlen, sind sie motivierter und haben bessere Noten. Außerdem ist dieses Gefühl oft mit einer besseren psychischen Gesundheit und weniger nach innen gerichteten Verhaltensproblemen wie Depressionen und Ängsten verbunden. In ihrer Übersichtsarbeit wollten die Forschenden herausfinden, ob es auch einen Zusammenhang mit
Forschungsfrage:
Mit ihrer Übersichtsarbeit wollten die Forschenden herausfinden: Hängen Verhaltensprobleme damit zusammen, wie verbunden sich Kinder und Jugendliche mit ihrer Schule fühlen?
Wie sind die Forschenden in der Übersichtsarbeit vorgegangen?
Welche Studien haben die Forschenden für die Übersichtsarbeit gesucht?
Die Forschenden wollten herausfinden, wie nach
Welche Studien haben die Forschenden für die Übersichtsarbeit gefunden?
Die Forschenden fanden insgesamt 53 Studien aus den Jahren 2001 bis 2025, deren Ergebnisse sie mit einer Metaanalyse zusammenfassen konnten. Insgesamt sind das Ergebnisse von 143 980 Schülerinnen und Schülern. Die Studien kamen überwiegend aus den Vereinigten Staaten, Europa und Asien.
Was haben die Forschenden in der Übersichtsarbeit untersucht?
Die Forschenden untersuchten unter anderem folgenden Merkmale:
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Wie oft die Schüler:innen
nach außen gerichtete Verhaltensprobleme zeigten: zum Beispiel aggressives Verhalten gegen andere, Regelverstöße- mit Fragebögen erfasst, die die Schüler:innen selbst, ihre Eltern, andere Erziehungsberechtigte oder ihre Lehrkräfte ausfüllten
-
Wie sehr sich die Schüler:innen mit der Schule verbunden fühlten, sich also insbesondere von Erwachsenen an der Schule akzeptiert und wertgeschätzt fühlten
- mit Fragebögen erfasst, die die Schüler:innen selbst ausfüllten
-
Ob die Merkmale gleichzeitig oder zeitversetzt gemessen wurden
- Verhaltensprobleme und Verbundenheit wurden gleichzeitig gemessen
- erst die Verhaltensprobleme und einige Monate bis Jahre später die Verbundenheit mit der Schule
- erst die Verbundenheit mit der Schule und einige Monate bis Jahre später die Verhaltensprobleme
Hinweis der KLARpsy-Autor:innen
Sollten Ihnen Begriffe in diesem Abschnitt nicht vertraut sein, finden Sie eine Erklärung im KLARpsy-Wörterbuch.
Was sind die wichtigsten Ergebnisse?
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Wenn beides gleichzeitig gemessen wurde, hingen
nach außen gerichtete Verhaltensprobleme damit zusammen, wie verbunden sich Kinder und Jugendliche mit ihrer Schule fühlten. Das Maß für den Zusammenhangr betrug 0.26. Das ist ein kleiner Zusammenhang. Je stärker sich Schülerinnen und Schüler mit ihrer Schule verbunden fühlen, desto weniger Verhaltensprobleme zeigten sie. -
Wenn erst die Verhaltensprobleme gemessen wurden und zu einem späteren Zeitpunkt die Verbundenheit, zeigte sich auch ein kleiner Zusammenhang. Das Maß für den Zusammenhang r betrug 0.16. Kinder und Jugendliche mit stärkeren Verhaltensproblemen fühlten sich später weniger mit ihrer Schule verbunden.
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Wenn erst die Verbundenheit gemessen wurde und zu einem späteren Zeitpunkt die Verhaltensprobleme, zeigte sich auch ein kleiner Zusammenhang. Das Maß für den Zusammenhang r betrug hier 0.17. Kinder und Jugendliche, die sich stärker mit ihrer Schule verbunden fühlten, zeigten später weniger Verhaltensprobleme.
Welchen Alltagsbezug sehen die Forschenden in der Übersichtsarbeit?
Die Forschenden empfehlen, die Verbundenheit von Schülerinnen und Schülern mit ihrer Schule zu fördern. Wichtig sind dabei gute Beziehungen zu Lehrkräften und persönliche Unterstützung. Möglicherweise könnte dies dazu beitragen, dass sie später weniger Verhaltensprobleme entwickeln.
Wie lassen sich die Ergebnisse einordnen?
Was ist die Ursache für die Ergebnisse?
In der Übersichtsarbeit wurden Zusammenhänge zwischen Verhaltensproblemen und der Verbundenheit mit der Schule untersucht. Wegen der Art der Studien, die berücksichtigt wurden, weiß man nur, dass es diese Zusammenhänge gibt. Man kann aber nicht sicher sagen, dass Verhaltensprobleme auch die Ursache für eine geringere Verbundenheit mit der Schule sind. Oder dass das Gefühl, stark mit der Schule verbunden zu sein, weniger Verhaltensprobleme verursacht.
Sind die Ergebnisse durch Publication Bias verzerrt?
Die Forschenden fanden keine Hinweise auf
Wie zuverlässig sind die Ergebnisse?
Die Forschenden geben zu bedenken: In vielen Studien waren wichtige Angaben nicht vollständig. So war teilweise nicht klar, wie genau gemessen wurde, wie sehr sich die Kinder und Jugendlichen mit ihrer Schule verbunden fühlten. Insgesamt unterschieden sich die Studien auch stark voneinander. Das macht das Gesamtergebnis der Übersichtsarbeit unsicherer.
Was ist noch zu beachten?
Wer hat die Übersichtsarbeit finanziert?
Die Erstellung der Übersichtsarbeit wurde nicht durch Dritte, zum Beispiel Stiftungen oder Unternehmen, finanziell gefördert oder unterstützt.
Berichten die Forschenden in der Übersichtsarbeit eigene Interessenkonflikte?
Die Forschenden berichten, dass keine