Worum geht es?
KLARpsy-Texte bereiten Forschungsergebnisse aus der Psychologie für die Öffentlichkeit auf. Der KLARpsy-Text fasst die Übersichtsarbeit mit dem Titel Impacts of digital social media detox for mental health: A systematic review and meta-analysis zusammen. Der KLARpsy-Text wurde von Carolin Franger und Mitarbeitenden des Leibniz-Instituts für Psychologie gemeinsam verfasst. Diese Übersichtsarbeit beinhaltet eine Metaanalyse. Die Übersichtsarbeit wurde 2024 veröffentlicht. Sie stammt von Roy N. Ramadhan und sieben weiteren Forschenden von der Universität Airlangga in Indonesien sowie vier anderen Universitäten in Indonesien und den USA.
Was war das Ziel der Übersichtsarbeit?
Hintergrund:
Viele Menschen nutzen soziale Medien täglich und zum Teil übermäßig. Es gibt Studien dazu, dass Menschen, die soziale Medien sehr viel und häufig nutzen, zu Angst und
Forschungsfrage:
Mit ihrer Übersichtsarbeit wollten die Forschenden herausfinden: Wie wirkt sich eine digitale Auszeit von sozialen Medien auf die psychische Gesundheit aus?
Wie sind die Forschenden in der Übersichtsarbeit vorgegangen?
Welche Studien haben die Forschenden für die Übersichtsarbeit gesucht?
In den Studien verglichen die Forschenden die psychische Gesundheit zwischen zwei Gruppen: Personen, die eine digitale Auszeit von sozialen Medien nahmen und Personen, die soziale Medien wie gewohnt nutzten. Dazu suchten sie nach Studien aus den letzten zehn Jahren mit Erwachsenen, die täglich soziale Medien nutzen. Die Studien mussten untersuchen, wie sich eine digitale Auszeit auf die
Welche Studien haben die Forschenden für die Übersichtsarbeit gefunden?
Die Forschenden fanden insgesamt 10 Studien, die sie zu einer Metaanalyse zusammenfassen konnten. Die Studien hatten jeweils zwischen 61 und 555 Teilnehmende.
Was haben die Forschenden in der Übersichtsarbeit untersucht?
Folgende Merkmale haben die Forschenden untersucht:
- Digitale Auszeit
- Die Personen nahmen eine digitale Auszeit von sozialen Medien
- Die Personen waren in der
Kontrollgruppe und nahmen keine digitale Auszeit
-
Psychische Gesundheit -
Depressive Beschwerden - Psychisches Wohlbefinden
- Lebenszufriedenheit
- Stress
-
Hinweis der KLARpsy-Autor:innen
Sollten Ihnen Begriffe in diesem Abschnitt nicht vertraut sein, finden Sie eine Erklärung im KLARpsy-Wörterbuch.
Was sind die wichtigsten Ergebnisse?
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Personen, die digitale Auszeiten von sozialen Medien nahmen, hatten weniger
depressive Beschwerden als die Personen in derKontrollgruppe . Das Maß für den Unterschied zwischen den GruppenSMD betrug 0.29. Dies lässt sich als kleiner Unterschied einstufen. -
Jedoch zeigten sich keine bedeutsamen Unterschiede zwischen den Gruppen im psychischen Wohlbefinden, in der Lebenszufriedenheit und im erlebten Stress.
Welchen Alltagsbezug sehen die Forschenden in der Übersichtsarbeit?
Die Forschenden vermuten, dass digitale Auszeiten besonders für Menschen hilfreich sein könnten, die
Wie lassen sich die Ergebnisse einordnen?
Was ist die Ursache für die Ergebnisse?
In der Übersichtsarbeit wurde ein Unterschied in den
Sind die Ergebnisse durch Publication Bias verzerrt?
Die Forschenden fanden keine Hinweise auf
Wie zuverlässig sind die Ergebnisse?
Insgesamt gab es nur wenige Studien zum Thema. Diese hatten häufig relativ wenige Teilnehmende und waren sehr unterschiedlich. Dadurch sind ihre Ergebnisse schwer miteinander vergleichbar. Außerdem waren die digitalen Auszeiten meist sehr kurz und basierten oft auf Selbstauskünften der Teilnehmenden. Deshalb lässt sich nicht eindeutig sagen, wie stark der Einfluss der Auszeiten auf depressive Beschwerden tatsächlich ist.
Was ist noch zu beachten?
Wer hat die Übersichtsarbeit finanziert?
Die Erstellung der Übersichtsarbeit wurde nicht durch Dritte, zum Beispiel Stiftungen oder Unternehmen, finanziell gefördert oder unterstützt.
Berichten die Forschenden in der Übersichtsarbeit eigene Interessenkonflikte?
Die Forschenden berichten, dass keine